Das Modell wird dann vereinfacht, um die Anzahl der Dreiecke auf ein überschaubares Maß zu reduzieren. Anschließend werden Normal-Maps und Texturen mit RealityCapture aus den Originaldaten extrahiert und auf das Mesh angewendet. Das Resultat ist ein hochwertiges, texturiertes Modell, das in Twinmotion importiert werden kann. Für den Export kommt die Unreal Engine-Voreinstellung zum Einsatz, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Es entsteht ein OBJ-Mesh mit der korrekten Skalierung für die Verwendung in Twinmotion.
"Die Qualität der 3D-Modelle, die RealityCapture erstellt, ist umwerfend", sagt McDonald. "Sie sehen nach dem Import in Twinmotion einfach fantastisch aus."
Mit Twinmotion vom 3D-Modell zum fotorealistischen, immersiven Erlebnis
Twinmotion kann problemlos die hochaufgelösten Assets mitsamt der Texturen importieren. Sobald das 3D-Modell in Twinmotion ist, kann das Team der Umgebung den letzten Schliff geben. Anschließend kann sich das Zamani-Projekt an das Storytelling machen.
"Twinmotion gibt uns die Möglichkeit, Kulturerbestätten für all jene zum Leben zu erwecken, die sie nicht selbst erleben können", sagt McDonald. "Wir möchten Animationen und Erlebnisse schaffen, die nicht nur ein 3D-Modell zeigen, sondern das Modell in einer Umgebung erlebbar machen, die der Realität so nah kommt wie möglich."
Vergangenes Jahr konnte das Zamani-Projekt fast die gesamte Stätte innerhalb von weniger als zwei Tagen dokumentieren. Dabei wurden ungefähr 4.500 Fotos mit einer Nikon D7200 DSLR-Kamera und über 70 Farb-Laserscans mit einem Z+F 5010X-Laserscanner gemacht. Daraus erstellte das Team mithilfe von RealityCapture und Twinmotion eine Vielzahl von Materialien, darunter 3D-Modelle, Panoramen, Standbilder, Animationen und mehr.
Mapungubwe, Südafrika
Eine weitere Stätte, an der das Zamani-Projekt tätig war, ist Mapungubwe. Das Gebiet befindet sich an der Nordgrenze Südafrikas zu Simbabwe und Botsuana an der Verbindung der Flüsse Limpopo und Shashe. Mapungubwe war eines der größten Königreiche in diesem Teil des Kontinents, bevor es im 14. Jahrhundert unterging.
Die Überreste von Mapungubwe sind nahezu unverändert erhalten geblieben und bestehen aus Palastanlagen und ganzen Siedlungsgebieten aus vergangenen Jahrhunderten. Es gibt auch zwei weitere Gebiete, die als frühere Hauptstädte gelten und sich in einem ähnlich unberührten Zustand befinden. Diese seltene Gelegenheit ermöglicht Einblicke in eine Gesellschaft, die sich über 400 Jahre hinweg entwickelt hat.